Präsentation ist nicht gleich Bericht. Punkt.

15.08.2019

Der wohl häufigste Fehler beim Präsentieren

Folien voller Textzeilen und Bulletpoints. Diagramme, ausgeschmückt mit nicht lesbaren Details. Immer dann, wenn uns die Augen schmerzen, haben Präsentierende eine wichtige Unterscheidung vernachlässigt: Eine Präsentation ist nicht dasselbe wie ein Bericht.

Wichtig vorweg: Eine Präsentation transportiert zwar Fakten, aber nicht nur das. Eine Präsentation soll eine Verbindung mit dem Publikum aufbauen. 

Zuerst aber eine kleine Auslegeordnung. Wann sprechen wir eigentlich von einer Präsentation?

Du präsentierst täglich.

Ich unterscheide gerne zwischen formellen und informellen Präsentationen: Die formelle Präsentation ist für mich die Präsentation im engeren Sinne: Eine Person spricht zu einem mehrköpfigen Publikum, begleitet von projizierten Slides.

Doch noch häufiger kommt die informelle Form der Präsentation vor: Besprechungen, bei denen du deine Stimme und allenfalls ein Handout einsetzt. Auch bei Gesprächen und Sitzungen vertreten wir einen Standpunkt und möchten eine Botschaft überbringen.

Deshalb lernst du in diesem Blog nicht nur, wie du klassische Präsentationen aufbaust, sondern wie du generell sicherstellen kannst, dass du erfolgreich kommunizierst im Geschäftsalltag.

Präsentationen sind eine Mischung aus Bericht und Geschichte

Nancy Duarte, die Inhaberin einer renommierten amerikanischen Präsentationsagentur, bringt es auf den Punkt: Die Präsentation sei eine Mischung aus Bericht und Geschichte (Duarte, 2012).

Eine Präsentation transportiere Fakten, aber nicht nur das. Sie könne eine Verbindung mit dem Publikum aufbauen.

Das Ganze lässt sich ungefähr wie folgt schematisch darstellen:

Berichte und Geschichten

Drei Stärken von Präsentationen

Indem du persönlich durch ein Thema führst, hast du bei einer Präsentation einige Stärken, die ein Bericht nicht bieten kann.

  1. Story
    Du kannst die Reihenfolge bestimmen, wie du an ein Thema heranführst und Stories zur Begründung herbeiziehst.

  2. Visuelle Mittel
    Du kannst mit Schemas und Bildern Zusammenhänge erklären und Emotionen schaffen.

  3. Rhetorische Akzente
    Du kannst beim Vortrag Wichtiges betonen und Zeit zur Verarbeitung geben. Durch Sprechmittel kannst du sicherstellen, dass die Aufmerksamkeit durchgehend erhalten bleibt.
Stärken einer Präsentation

Das Ökosystem des Key Message Canvas

Diese drei Punkte entsprechen Duartes Ökosystem von Präsentationen und dem Three-Legged-Stool von Jim Endicott (Duarte, 2009). Gemäss deren Konzepten baut eine Präsentation auf drei Pfeilern auf: Botschaft, visuelle Story und Vortrag. Aus dem Ökosystem leiten sich die drei Hauptbestandteile des Key Message Canvas ab:

  1. Aufbau: Du richtest die Präsentation auf die Bedürfnisse deiner Empfänger sowie deiner Ziele aus und formulierst klare Key Messages. Dann baust du eine Story auf, die überzeugt und dazu verleitet, gerne zuzuhören.

  2. Reduktion: Du spitzt deine Präsentation zu, sowohl inhaltlich als auch optisch. Bis du schliesslich zu einigen wenigen Schlüssel-Momenten gelangst, die in Erinnerung bleiben.

  3. Vortrag: Du präsentierst flexibel, abwechslungsreich und sorgst für ein natürliches Auftreten. Hierbei dienen dir die Rhetoric Performance Tools.

Zusammen erhältst du ein vielseitiges Werkzeug für die Vorbereitung und Durchführung deiner Präsentation.

Ökosystem der Präsentation / Momentum Present

Mehr Infos und Firmentrainings

Hier erfährst du mehr über den Key Message Canvas und wie du ihn gewinnbringend in deinen Berufsalltag einbringen kannst.

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Fabio Sandmeier

Powerful Presentations for Your Business. Hierfür entwickle ich einfache Methoden und unterstütze damit Menschen und Firmen beim Erreichen ihrer Ziele. Dabei dient mir ein BWL-Studium, eine Radio-Ausbildung, einige Jahre Projektmanagement-Erfahrung - und stapelweise Fachlektüre zum Thema, die ich für dich durchwälzt habe.

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